Was ist überhaupt die Fachunternehmererklärung?

    Wer saniert oder neu baut, steht anfangs vor einem Dschungel aus Fachbegriffen. Viele Bauherren verlassen sich auf das Wort ihres Architekten oder Energieberaters. Doch auf dem Bau warten viele Fallstricke, und auch Architekt und Berater können nicht jeden Schritt kontrollieren.

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    Ein wichtiger Begriff, den Bauherren kennen sollten, ist die Fachunternehmererklärung. Was sich auf den ersten Blick wie Beamtendeutsch anhört, ist nicht mehr als eine Bescheinigung, in dem ein Unternehmen nach Fertigstellung bestätigt, dass die aufgeführten Leistungen den notwendigen Vorschriften entsprechen. Und das ist äußerst wichtig! Sollte die Fachfirma die Erklärung nicht automatisch vorlegen, so fordern Sie diese in jedem Fall an. Sie wurde mit der Einführung und dem Inkrafttreten der Energiesparverordnung (EnEV) 2009 durch den Gesetzgeber eingeführt und dient als Dokumentation und Nachweis für alle energetisch wirksame Baumaßnahmen an Bestands- und Neubauten.

     

    Die Fachunternehmererklärung ist gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) Pflicht für alle Bauschritte, die später beim Energiesparen helfen. Das kann der Einbau neuer Fenster sein, die Erneuerung der Heizung, aber auch das Dämmen und Verputzen von Außenwänden, Kellerdecke und Dach. Besonders, wenn der Bauherr Sanierungsförderung beantragt hat, ist eine fehlende Erklärung ärgerlich. Wenn die Erklärung vom Handwerker nicht vollständig ausgefüllt wird oder die einzelnen Werte nicht plausibel sind, erkennen die Zuschussgeber sie oft nicht an. Dann kommt im Nachhinein viel Arbeit und Ärger auf den Bauherren zu. Er muss belegen, dass sein Haus die verlangten Effizienzstandards erfüllt. Wenn Handwerker keine Fachunternehmererklärung abgeben, kann dies aber auch ein Indiz dafür sein, dass Fachkriterien missachtet wurden. Die Fachunternehmererklärung verändert sich mit jeder aktualisierten Fassung der EnEV. Die Erklärung nach EnEV mit Stand Juni 2020 ist die aktuell gültige Version. Für Neubauten gelten dabei erhöhte Baustandards. Letztlich bildet die Fachunternehmererklärung die Grundlage für die Ausstellung eines Energieausweises.

    Gibt es eine Fachunternehmererklärung für die Heizung?

     

    Ja! Auch der Einbau einer neuen Heizung darf laut Förderrichtlinien nur mit hydraulischem Abgleich erfolgen, der ebenfalls bescheinigt werden sollte. Dabei nimmt der Handwerker an der Heizung kleinere Einstellungen vor, die die Wärme im Haus gleichmäßig verteilen. Im höchstgelegenen oder weitest entfernten Raum werden die Heizkörper bei gleicher Pumpleistung dann genauso warm wie am zur Hauptanlage nächstgelegenen Heizkörper. Allein dieser Abgleich senke den Energiebedarf um zehn bis 20 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr. Zudem ist der Aufwand dafür relativ gering. Der Effizienzschub und mögliche bauliche Herausforderungen finden in der Regel ausschließlich im Keller statt, weil dort die Hauptanlagen stehen.“ Die Kosten für das Verbessern der alten Anlage oder den Einbau moderner Hocheffizienzpumpen zahlten sich wegen der Energieeinsparung schon innerhalb von zwei Jahren aus. Wenn Heizungsinstallateure diesen Abgleich nicht durchführen, wird der vom Gesetzgeber verlangte Energieeffizienzstandard möglicherweise nicht erreicht.

    Was muss in einer Fachunternehmererklärung stehen?

    Inhaltlich müssen zunächst die Angaben des durchführenden Installationsunternehmen aufgeführt sein, gefolgt von weiteren Daten zum Kunden und darüber, wo die Arbeiten ausgeführt wurden. Von großer Bedeutung sind die genauen durchgeführten Installationsarbeiten vor Ort sowie das Datum der fachgerechten und betriebsbereiten Installation. Abschließend findet man noch die Rechnungsnummer sowie eine persönliche Erklärung mit Unterschrift des Fachunternehmers auf der Erklärung. Formal bedarf es keiner festgelegten Form.

    Wer darf eine Fachunternehmererklärung ausstellen?

    Jedes Fachunternehmen, also ein Unternehmen mit fachlicher Kompetenz in einem bestimmten Gebiet, darf die Fachunternehmererklärung ausstellen. Von verschiedenen Branchenverbänden werden Zertifikate zum Nachweis der Qualifikation des Unternehmens verliehen. In diesem Zertifizierungsverfahren werden die Unternehmen nach bestimmten Kriterien überprüft. Grundlage dafür ist häufig die fachspezifische Anlehnung an bestimmte DIN-Normen.

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